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Neutral? Dafür ist es zu spät!

Posted in Mitgemacht

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Auch wenn ich unendlich dankbar bin, dass es inzwischen so viele tolle Aktionen wie beispielsweise #BloggerFuerFluechtlinge gibt, machen mich die vielen „Ich muss mich neutral verhalten“-Aussagen betroffen. Schlimm genug, dass die rechten Stimmen immer lauter werden, aber sich in Schweigen zu hüllen und nichts zu tun ist nicht besser. Die Zeiten in denen man zusehen und abwarten konnte sind längst vorbei. Wo kommen wir denn hin, wenn man sich zwar die Zeit nimmt um die Zeitung zu lesen, oder die Nachrichten schaut/hört und sich ansonsten nur seiner täglichen Arbeit widmet?!

Das Argument, dass man sich nicht traut im Netz laut zu werden weil man Angst hat, darüber kann man streiten, aber vor Ort nichts zu tun? Da gibt es keine Ausreden mehr. Ich brauche kein prall gefülltes Konto um etwas Gutes zu tun. Ständig wird gejammert, dass Keller und/oder Garage aus allen Nähten platzen und man dort doch mal dringend ausmisten müsste und plötzlich fehlt es an Zeit? Ernsthaft? Da wird gut erhaltene Kleidung, Spielzeug, Geschirr oder was auch immer von einer Ecke in die nächste geschoben, statt es den Flüchtlingen zu überlassen? Statt zu gucken, was es in Online-Shop xy an Neuigkeiten gibt, könnte man auch mal seinen Schrank durchforsten. Zehnmal am Tag die Wetterapp öffnen, ob man auch nach Feierabend nicht nass wird? In der Zeit kann man prima googeln, wo man in seiner Stadt (Sach-)Spenden abgeben kann. Über die Rentner motzen, weil die an der Kasse wieder ihr Kleingeld suchen? Smartphone gezückt und tolle Aktionen in Sachen Flüchtlingshilfe in den Netzwerken teilen. Wer helfen möchte, der kann das auch tun. Auch leise, still und heimlich.

Alles, wirklich alles, ist besser als sich neutral zu verhalten.

Die Menschen die zu uns kommen, haben die Hölle auf Erden hinter sich. Sie sind traumatisiert, haben alles verloren, sind verängstigt und in solchen Nöten, von denen wir hier nicht die leiseste Ahnung haben, und mir begegnen immer noch Mitmenschen, die einfach nichts tun. Gar nichts.

Wer noch immer nicht begriffen hat, dass jegliche Hilfe jetzt gebraucht wird, und zwar egal in welcher Form, der lebt in seiner eigenen Welt, fern von Gut und Böse.

Vermutlich erreichen meine Worte genau diejenigen, die sich sowieso schon engagieren. Die, die den Mund aufmachen. Die, die helfen wie und wo sie nur können. Und dafür bedanke ich mich bei euch von ganzem Herzen.

Und wenn ihr tatsächlich so gar keine Zeit habt, was ich mir kaum vorstellen kann, dann teilt zumindest die von vier wunderbaren Mensch ins Leben gerufenen Aktion #bloggerfuerfluechtlinge. Den Link kann man übrigens auch ganz wunderbar per Mail, WhatsApp und was es sonst noch so gibt teilen. Und wenn ihr direkt etwas Gutes tun wollt, dann dürft ihr hier gerne einen Beitrag leisten.

Was auch immer ihr tut: Schaut nicht weg, macht den Mund auf und heißt die Menschen bei uns willkommen, deren Schicksal schlichtweg unerträglich ist!

Danke.

 

 

 

 

 

 

 

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